Objektbeschreibung
Bei der Encke-Kaserne handelt es sich um die ehemalige Kaserne des Fußartillerie-Regiments Encke, errichtet nach den Entwürfen
des Regierungsbaumeisters Endert im Militärbauamt, viergeschossige schmucklose Putzbauten mit Walmdächern, ringförmige
Anordnung von pavillonartigen Einzelbauten in offener Blockrandbebauung um einen großen rechteckigen Exerzier- und Turnplatz.
Sie gilt als Beispiel für die Kasernenarchitektur der Zeit kurz vor dem Ende des 1. Weltkrieges, im Vergleich zu den älteren
innerstädtischen Kasernen des späten 19.Jahrhunderts kennzeichnend die völlige Zurücknahme repräsentativer
Architekturmotive im Sinne einer spartanisch-funktionalen Formgebung. Die Anlage ist stadt- und militärgeschichtlich bedeutsam
als Dokument für die Geschichte der Garnison Magdeburg.
Das Baudenkmal Encke-Kaserne stellt eine Sachgesamtheit baulicher Anlagen dar, nach einheitlichem Entwurf errichtet. Darunter fallen neben
den Mannschaftsgebäuden auch die ehemaligen Wirtschaftsgebäude, das Offizierskasino, der ehemalige Krankenstall, die
Familienhäuser, die ehemaligen Kammergebäude mit dem Exerzierhaus, das Stabsgebäude, die Reithalle und ehemaligen
Stallgebäude, die Einfriedung mit den Toren und der Baumbestand. Das Wachhäuschen am Südeingang sowie die auf dem Plan
ungekennzeichneten Gebäude im Nordareal der Kaserne besitzen keine Denkmaleigenschaft.